Festgottesdienst am 2. Dezember

zur Verabschiedung der alten und Einführung der neuen Kirchenältesten

Unter den Klängen des Posaunenchores zogen am 1. Advent die alten und neuen
Kirchenältesten zusammen mit Pfarrer Wielandt feierlich in die Stafforter Kirche ein.
Herr Pfarrer Wielandt hob bei seiner Begrüßung besonders die Aufgaben und den Stellenwert des Amtes
eines Kirchenältesten hervor.
In seiner Predigt auf der Grundlage von Hebräer 10, 19-25 führte er weiter aus:
"Ich höre aus den Versen des Hebräerbriefes die dringliche Werbung heraus, Gott und der Welt zu dienen,
indem wir uns als Christen offen bekennen und unseren Glauben nicht nur predigen, sondern vor allem
leben und untereinander praktizieren. Dann kann es Advent werden in dieser Welt und der König der Ehre
einziehen. Und allein in so einer Haltung untereinander kann ein Amt, in das wir die frisch Gewählten
Ältesten heute einführen, zum Gewinn für Gott und seine Kirche werden. Lasst uns also alle unserer göttlichen
Berufung gerecht werden, egal welche Aufgabe uns heute oder morgen zukommt."
Nach der Predigt wurde der scheidende Kirchengemeinderat verabschiedet und die
neu gewählten Personen für dieses Amt eingeführt. Als Anerkennung für den treuen und beispielhaften
Dienst wurden den scheidenden Kirchenältesten der Bildband "Kathedralen - Die schönsten Kirchenbauten
aus 1700 Jahren" und ein Ansteckkreuz überreicht.
Nach Anerkennung der im Vorspruch zur Grundordnung der evangelischen Landeskirche
in Baden festgelegten Bekenntnisgrundlagen wurden den neuen Kirchengemeinderäten der Segen
Gottes zugesprochen. Den Übergang des Amtes visualisierten dabei die scheidenden Kirchenältesten,
in dem sie den neuen die Hand auf die Schulter legten. Die Übergabe eines Ansteckkreuzes auch an
das neue Gremium rundete diese feierliche Handlung ab.


Nach der Einsegnung forderte Pfarrer Wielandt die Gemeinde auf,
den neuen Kirchengemeinderat nach besten Kräften zu unterstützen sowie ein gutes und vertrauensvolles
Miteinander zum Wohle unserer Gemeinde und zu Gottes Ehre zu pflegen.
Die neuen Kirchenältesten richten danach folgende Worte an die Gemeinde:
Siehe, ich will ein Neues schaffen,
jetzt wächst es auf,
erkennt ihr's denn nicht?´
Dies, liebe Gottesdienstbesucher, spricht Gott uns in der Jahreslosung 2007 zu.
Wir, der neue Kirchengemeinderat, freuen uns mit Ihnen zusammen Neues zu wagen und die Zukunft unserer
Gemeinde zu gestalten.
Heute, an unserem Einführungstag - unserem Festtag - möchten wir Ihnen zuerst danken, aber auch unsere
Wünsche weitergeben. Sie wollen uns doch sicher alle etwas zu unserem Festtag schenken!? Dazu später.

Wir danken Ihnen allen recht herzlich für den großen Vertrauensbeweis. Wir freuen
uns sehr über Ihre Zustimmung. Ihr Zuspruch ermutigt, stärkt und motiviert uns mit Gottes Hilfe und Segen
unser Amt und die damit verbundenen Aufgaben anzugehen. Nochmals ganz herzlichen Dank, dass Sie uns so
zahlreich bestätigt haben.
Ein besonderes Dankeschön gilt unseren Partnern und Familien, die uns zu diesem
Amt ermutigt haben. Herzlichen Dank, dass ihr bereit seid, uns zu unterstützen, den Rücken zu stärken und
uns mit- und durchzutragen.
Herr Pfarrer Wielandt, danke, dass Sie um uns geworben haben und uns bestärkt
haben zu diesem Amt. Danke, dass Sie uns schon im Vorfeld umsorgt und mit viel Fürsorge eingestimmt haben.
Sie haben damit bei uns bereits eines geschafft, ein Wir-Gefühl zu erzeugen. Wir freuen uns auf ein gutes
und konstruktives Miteinander, um Neues zu schaffen. Danke, vor allem für den Zuspruch und Segen Gottes.
Wir wünschen und hoffen, dass uns der Segen und Zuspruch Gottes in unserem Amt immer begleiten und bestimmen möge.

Herzlichen Dank dem Wahlausschuss und allen Wahlhelfern, die kopiert, gefaltet,
kuvertiert, verteilt, kontrolliert, gezählt, ja viel Zeit und Arbeit in die Wahl und die Zukunft unserer
Gemeinde investiert haben. Sie haben einen tollen Job gemacht. Ich hoffe, wir dürfen auch beim nächsten Mal
auf Sie zählen.
Ein ganz herzliches Dankeschön sagen wir, den scheidenden Kirchenältesten.
Danke für Euren Dienst, für all Euer Tun in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten, in und außerhalb
unserer Gemeinde. Ihr habt einen guten Grund gelegt, auf dem wir auf- und weiterbauen können. Danke,
dass Ihr weiterhin für unsere Gemeinde aktiv bleibt und uns nicht nur mit Rat, sondern auch mit Tat
unterstützen werdet.
Danke, liebe Bläserinnen und Bläser, lieber Jochen Gamer, für die musikalische
Mitgestaltung des Gottesdienstes. Ihnen, liebe Frau Rempel, herzlichen Dank für das Orgelspiel. Es ist schön,
dass Ihr Eure Gaben zum Lobpreis Gottes einsetzt.
So jetzt möchte ich die Spannung lösen und Ihnen unsere Wünsche weitergeben.
Was wir uns wünschen:
Wir wünschen uns ein offenes Wort. Sagen Sie uns, was Sie bewegt. Sprechen Sie uns
bitte direkt an.
Wir wünschen uns eine offene, aktive, lebendige Gemeinde, geprägt von Akzeptanz, Respekt und Toleranz.
Dies können wir nur gemeinsam erreichen. Und wie können wir das erreichen?
Gemeinde entspringt zunächst im Verborgenen, wie eine Quelle. Nicht spektakulär, aber revolutionär, in mir -
in Ihnen.
Entscheidend sind dabei zwei Worte: Ich will! Ich will mich bewegen, ich will mitmachen.

Ganz praktisch kann dies heißen:
Ich gehe am Sonntag in die Kirche.
Ich engagiere mich in der Kinder-, Jugend- oder Erwachsenenarbeit.
Ich mache im Konfi-Team mit.
Ich nutze die vielfältigen Angebote der Kirche.
Ich übernehme eine Lesung im Gottesdienst.
Ich gehe in den Kirchen- oder Posaunenchor.
Ich arbeite bei Veranstaltungen und in der Kirche mit.
Ich teile Informationen und Unterlagen aus.
Ich setze mich für andere Menschen ein und begleite sie.
Ich denke im stillen Kämmerlein an andere Menschen.
Ich besuche oder rufe die kranke Nachbarin, den kranken Nachbarn an.
Ich grüße meine Mitmenschen und gebe Ihnen ein gutes Wort mit auf den Weg.
Ich heiße Neuzugezogene herzlich willkommen und lade sie zum Gottesdienst ein.
Die Wunschliste ließe sich noch beliebig fortschreiben.
Sicher haben Sie schon längst das passende Geschenk gefunden.
Wir sind gespannt, mit welchem Geschenk Sie unsere Gemeinde beleben.
Möge uns alle die Jahreslosung 2008 ermutigen auf das Leben zu setzen.
Jesus Christus spricht:
"Ich lebe und ihr sollt auch leben."
Das Abendmahl und die von der Gemeinde gesungenen Lieder, begleitet vom Posaunenchor und der Orgel,
umrahmten den Festgottesdienst.

 Kirchenkaffee |
 Ortsvorsteher Heidt |
>

Im Anschluss an den Gottesdienst luden die Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Kirchenkaffee ein.
Herr Ortsvorsteher Heidt nutzte die Gelegenheit, um den scheidenden Kirchenältesten den Dank der politischen
Gemeinde für die geleistete Arbeit und die einvernehmliche Zusammenarbeit auszusprechen. Als sichtbares
Zeichen überreichte er den scheidenden Kirchenältesten die Stafforter Kapp und eine Urkunde. Der
Festtag klang in gemütlicher und froher Runde aus.

Bilder: Dr. Heiner Joswig

|
|