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Im Rahmen eines "FeierAbend-Gottesdienstes" wurde am Samstag, den 22. September, nicht nur ein neuer Konfirmandenjahrgang von 25 Konfirmandinnen und Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Staffort-Büchenau vorgestellt. Es wurde auch der hoch verdiente Leiter des evangelischen Posaunenchors, Wilhelm Stober, verabschiedet.
Stober war 57 Jahre lang aktiver Bläser und Lehrer für Jungbläserinnen und Jungbläser. 27 Jahre davon diente er ohne Unterbrechung als Leiter des nach dem Krieg gegründeten Posaunenchors. Zugleich wurde der neue Chorleiter, Jochen Gamer, offiziell vorgestellt. Er eröffnete den Festgottesdienst mit dem Vorspiel der Bläser, der "Fanfare" von Traugott Fünfgeld. Gamer ist in Staffort geboren, 27 Jahre alt und verfügt über eine gründliche musikalische Ausbildung und die Eignung zum staatlich anerkannten Chorleiter der Chorakademie des badischen Sängerbundes.
Pfarrer Bernhard Wielandt erinnerte an die Jahreslosung, in der Gott spricht, er wolle ein Neues schaffen, das jetzt aufwächst und so auch erkannt werden solle. Das gelte nicht nur für die große Zahl von Konfirmandinnen und Konfirmanden und deren Familien und Freunde. Es gelte auch für diesen Wechsel in einem wichtigen Amt. Stober habe als Dirigent des evangelischen Posaunenchors es immer als seine Aufgabe und Verantwortung gesehen, Gottes Lob zu mehren und die Botschaft Christi zu verkünden. Er stand in der ersten Reihe derer, die sich für die Kirchengemeinde engagierten wie sonst wohl keiner. Dennoch sieht er sich vor allem als Dienender. Dies gilt weiterhin für die Leitung des evangelischen Kirchenchors, dem er seit 1976 vorsteht. Große Liebe für die Musik, sehr reichhaltige Erfahrung und vielseitiges Engagement befähigten ihn, in einem breiten Aufgabenbereich tätig zu sein. So in der langjährigen praktischen Verantwortung für das evangelische Gemeindehaus, für die Organisation, Gestaltung und geistliche Begleitung der monatlichen Seniorennachmittage, bei Proben, Unterricht und vielen gerne besuchten kirchenmusikalischen Konzerten mit beiden Chören. Was die evangelische Kirchengemeinde anbetrifft, engagierte er sich bei vielen Anlässen mit seinem Posaunenchor grenzüberschreitend in die politische Gemeinde hinein, zu anderen Musikern und zu zahlreichen Chören.
Dies alles wäre ihm sicher nicht möglich gewesen ohne das Verständnis und die vielfältige Mithilfe seiner Frau Gertrud und seiner Familie. Pfarrer Wielandt wünschte dem verdienten Dirigenten des Posaunenchors deshalb jetzt mehr Zeit für diese und persönliche Entlastung. Die Ansprachen zeugten auch davon, dass nicht immer alles problem- und spannungslos zu bewältigen war. Dies schmälerte nicht den Ausdruck tief empfundener Dankbarkeit.
Die Geschenke waren überreicht, auch ein prächtiger Blumenstrauß für Frau Gertrud. Noch einmal sollte
der scheidende Dirigent auf Wunsch seines Posaunenchors die Bläser dirigieren. "Bleib bei mir, Herr, der
Abend bricht herein..." war die gewünschte Melodie und Inhalt zugleich. Die Anwesenden beteiligten sich mit
langem Beifall. Der neue Dirigent Gamer hatte sich als Nachspiel zum Festgottesdienst den Titel "Majesty"
von Robert Baldorf ausgesucht. Als nicht zu übertreffende Schönheit und als Majestät im Amt klang es voll
und warm wie ein ganz besonderes Dankeschön.
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