lautete auch dieses das Motto für die "Middis" des Ev. Kindergarten "Arche Noah" in Staffort. "Middis", das sind die 4 und 5 Jahre alten Mädchen und Jungs des Kindergartens.
Trotz grauem Himmel, Nieselregen und Wind marschierten wir, den Bollerwagen schwer bepackt, täglich in Richtung Wald. Der Weg führte uns übers Feld, am Bach entlang zur Jägerhütte am Baggersee. Von dort waren es nur noch wenige Meter zu unserem Waldgrundstück.
Doch nur am ersten Tag konnten wir dort auf dem Waldsofa Platz nehmen. Schnell wurden aus alten Baumstumpfen Piratenschiffe, mit gesammelten Stöcken wurde gebaut. Der Waldboden wurde mit Lupen abgesucht. Kleine Spinnen und Käfer wurden betrachtet. Im Abschlusskreis versprachen wir uns dann bis zum nächsten Tag alles herauszusuchen, was wir über die Feuerwanzen finden können. Diese hatten wir auf dem Weg in unzähligen Nestern bestaunt. Außerdem wollten wir diese roten Käfer aus Steinen basteln und suchten auf unseren Wegen nach passenden Steinen.
In den nächsten Tagen mussten wir immer wieder ausweichen, da heftige Stürme den Waldgang gefährlich werden
ließen. So wanderten wir über Wege, beobachteten die Spiele des Windes im Wasser, stapften durch Pfütze und
fanden ein neues interessantes Tier: Die Schnecke!
Ein besonderer Höhepunkt war die Einladung von Herrn Hauth zur Jägerhütte. Er hatte einen großen Schauwagen aufgebaut, in dem wir präparierte Tiere des Waldes original getreu bestaunen konnten. Doch viel mehr als den ausgestopften Fuchs und Hasen, Bussard und Igel, faszinierte uns die Vorführung von "Anka"- Herrn Hauths treue Jagdhündin. Wie in einer echten Jagdszene versteckte der erfahrene Jäger eine tote Ente. Die Hündin suchte, fand und brachte ihrem Herrchen die Beute. Brav legte sie auf seine Zeichen hin das Tier zu Boden. Herr Hauth lobte stolz seinen wohlerzogenen Hund.
Klettern, Toben, Matschen...in Pfützen mit Stöcken rühren... Forschen und entdecken... All das konnten die Kinder erleben - die Natur hautnah. Tapfer trotzten 17 neugierige Kinder mit ihren Erzieherinnen den widriger Wetterverhältnissen und freuten sich stets auf den nächsten unvergesslichen Tag.
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