Ein Konfi berichtet über seine Konfi-Zeit
Gedanken einer Mutter zur Konfirmation
Hintere Reihe von links nach rechts:
Christian Schäffner, Dennis Krause, Kay Lechner,
Am Mittwoch nach den Sommerferien war es endlich soweit. Gespannt auf die neue Gruppe hatten wir zum 1. Mal Konfi-Unterricht. In den ersten Stunden machten wir viele Spiele um uns untereinander besser kennen zu lernen. Auch in unser Arbeitsmaterial, das "Holk Projekt", führten uns Herr Pfr. Wielandt und die KonfiHelfer gleich am Anfang gut ein. Von da an arbeiteten wir meistens konzentriert und mit viel Spaß an der Sache.
Ein großes Highlight unserer Konfi-Zeit war mit Sicherheit unsere Freizeit im Baerenthal, für die wir alle fleißig Kuchen gebacken haben, von dessen Verkauf wir die Freizeit finanzierten.
Am 25. Januar trafen wir uns in Staffort am Gemeindehaus. Von da aus wurden wir von einigen Eltern hingefahren. Nach 2-stündiger Fahrt waren wir endlich da und nachdem sich alle vom ersten Kälteschock erholt hatten, bezogen wir unsere Zimmer und inspizierten das Haus. Vor dem Abendessen teilte uns Herr Wielandt noch Arbeitsblätter über das Abendmahl aus, welches auf der Konfi-Freizeit unser Thema war. Als Abendprogramm an diesem Tag spielten wir zusammen Brettspiele und aßen Chips. Zum Leidwesen von Herrn Wielandt dachten wir aber nicht daran, frühzeitig ins Bett zu gehen und dementsprechend verschlafen waren wir am nächsten Morgen, als wir mit lauter Musik geweckt wurden. Nach unserem Frühstück versammelten wir uns im Gemeinschaftsraum und Herr Wielandt erklärte uns, wie unser heutiges Abendmahl entstanden ist. Dabei durften wir sogar selber ungesäuertes Brot und andere Zutaten des Passahmahls probieren. Am Nachmittag hatten die KonfiHelfer eine Rallye für uns vorbereitet, bei der wir u.a. Fragen beantworten und Sprüche aufsagen mussten. Dann hatten wir erst einmal Freizeit. Am späteren Abend schauten wir uns einen Film über Mönche an.
Am nächsten Morgen machten sich alle schon einmal ans Packen und Aufräumen, da heute der Tag der Abreise war. Beim Putzen waren einige Jungs jedoch sehr unbeholfen, sodass Vanessa und Desiree ihnen zum Glück tatkräftig zur Seite standen. Später teilten wir uns in Gruppen ein, um unseren eigenen Gottesdienst vorzubereiten: Wir malten, studierten eine Szene ein, suchten Lieder aus usw. Kurz bevor wir gehen mussten, setzten wir uns ein letztes Mal zusammen und unterhielten uns über die Freizeit, wobei sie jeder als überwiegend positiv empfand. Sowohl wir Konfis, als auch die Konfi-Helfer und Herr Wielandt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Herrn Wielandt, der wirklich für jeden Spaß zu haben war, und an Frau Kraft, die uns das Wochenende wunderbar bekochte, sowie an alle Konfi-Helfer, mit denen wir viel Spaß hatten. Diese Freizeit trug wohl am meisten dazu bei, dass wir endgültig zu einer Gruppe zusammengewachsen sind.
Als wir alle wieder wohlbehalten daheim waren, ging es rasant weiter. Die Konfirmation näherte sich unaufhörlich. Schließlich wurden in den letzten Wochen noch die letzten Gebete und Sprüche abgehört, unser Prüfungsgottesdienst vorbereitet und die Konfi-Sprüche rausgesucht.
Dann war es soweit: In unseren schönsten Kleidern standen wir in der Stafforter Kirche und spielten unsere eingeübten Busfahrtszenen zum Thema "Der barmherzige Samariter". Ich glaube, jeder von uns war ziemlich aufgeregt und war froh, als alles vorbei war. Eine Woche später feierten wir schließlich unsere Einsegnung in Büchenau. Da wir dieses Jahr viele Konfirmanden/innen waren, lief die Büchenauer Kirche fast über vor Menschen. Glück hatten wir auch mit dem Wetter, sodass wir später bei strahlendem Sonnenschein mit unseren Verwandten, Freunden und Bekannten feiern konnten.
Ausklingen ließen wir unsere Konfirmandenzeit mit einem kostenlosen Pizza-Essen im Vogelpark in Staffort. Dabei hatten wir ein Feedback-Gespräch mit Herrn Wielandt über unsere gemeinsame Zeit. Was sehr erfreulich war, ist, dass Herr Wielandt bei uns allen eine eindeutige Weiterentwicklung erkannt hat und dass wir Konfis sehr viel gelernt haben. Bis auf ein paar Ausnahmen, wie z.B. die vielen Sprüche auswendig lernen, hat uns alles viel Spaß gemacht. Ich denke, dass wir alle sehr viel aus unserer Konfi-Zeit mitgenommen haben, sei es Gelerntes, Erfahrenes oder vielleicht auch neue Freunde. Unsere Konfi-Zeit war also für alle ein Gewinn. Marlene Bischoff
Oft habe ich in den letzten Jahren überlegt, wie es wohl sein wird, wenn unser Kind konfirmiert wird. Einige Fragen tauchten da immer wieder auf: Hat unsere christliche Erziehung im Kindesalter Früchte getragen und will unser Sohn überhaupt zur Konfirmation gehen? Wenn er sich zur Konfirmation anmeldet, tut er das aus christlicher Überzeugung heraus oder nur, weil es sich eben so "gehört". Wie würden wir damit umgehen, wenn er nicht konfirmiert werden möchte?
Alle diese Dinge haben uns einige Zeit beschäftigt. Viel zu schnell ist die Zeit marschiert, denn auf einmal war unser Sohn schon ein Konfirmand. Umso erfreulicher war es für uns, dass es überhaupt nicht zur Diskussion stand, ob - oder ob nicht. Wir waren überrascht zu sehen, dass er nach einigen Stunden Konfi-Unterricht öfters die Bibel in die Hand nahm. Fragen traute ich mich nicht - noch nicht. Vielleicht begann jetzt eine neue Zeit - die Aufbruchszeit? Aufbruch - aufbrechen in eine neue Welt - aufbrechen in die Welt Jesu - aufbrechen zu einer großen Reise?
Es gab nicht viele Fragen, die er an uns richtete und es folgten nur wenige Gespräche, denn über seinen Glauben zu sprechen, ist in diesem Alter gar nicht so einfach, da man vieles nicht in Worte packen kann, was man dabei fühlt und wie man darüber denkt. Doch diese wenigen Gespräche gaben uns ein sicheres Gefühl, wussten wir doch, dass er sich damit auseinandersetzt. Wichtig war uns, dass ihm die Bedeutung der Konfirmation bewusst war, denn was heißt das eigentlich - Konfirmation?
Es kommt vom lateinischen Wort confirmatio - Befestigung / Bekräftigung. Er kann seine Taufe neu bekräftigen und darf selbst vor unserem Herrn seinen Glauben bekennen; er wird ein volles Mitglied der Kirche; kann selbst Pate werden und in kirchlichen Angelegenheiten mitbestimmen.
Der Konfirmandenunterricht ist in unseren Augen zur heutigen Zeit wichtiger denn je. Hier kann er Fragen nachgehen, die jeden Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden beschäftigen: Wer bin ich, wohin gehe ich, was trägt mich - Fragen nach dem Geheimnis und dem Sinn des Lebens, und der religiösen Dimension. Ob er darauf Antworten gefunden hat, das bleibt vorerst sein Geheimnis - und das ist auch gut so. Vielleicht hat er seinen Anker gefunden, an dem er seinen Glauben "festmachen" kann. Wir wünschen es ihm sehr.
Wir sind glücklich darüber, dass wir eine gelungene Konfirmation in Büchenau hatten. Viele, viele Menschen haben an diesem Tag den Weg in die Kirche gefunden. Es war einfach toll - auch wenn es vielleicht für den einen oder anderen keinen "richtigen Sitzplatz" mehr gab. Der Gottesdienst war wunderbar und die Liebe unseres Herrn war für mich ganz deutlich zu spüren. Dieser Tag wird unserem Sohn unvergesslich bleiben - dessen sind wir uns sicher.
Mit der Jahreslosung 2008, die so viel verspricht und neue Hoffnung schenkt, möchten wir allen herzlichen Dank sagen, die diesen Gottesdienst mitgetragen haben. Vorab den Konfihelfern, die immer tatkräftig mitgewirkt und viel Zeit mit den Konfirmanden verbracht haben. Vor allem aber Herrn Pfarrer Wielandt für seine herzliche und liebevolle Art, mit der er die Jugendlichen begleitet hat, der sich viel Mühe gemacht hat, diese 24 jungen Menschen zu ihrer "Bekräftigung" zu führen. Danke auch für seinen immerwährenden geistlichen Ideenreichtum, um uns unserem Herrn näher zu bringen.
Aus meiner ganz persönlichen Sicht kann ich sagen, dass unser Sohn vieles aus dieser Zeit mitgenommen hat oder wie er es selbst ausgedrückt hat: "Ich hoffe, dass ich das, was ich aus meiner Konfizeit mitnehme, für mein weiteres Leben nutze."
Jesus Christus spricht: "Ich lebe und ihr sollt auch leben."
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