Besuch der Vorschulkinder in der Jugendverkehrsschule

Am Mittwoch, den 01. August 2007 fuhren 7 Muttis bzw. Omas, ausgestattet mit 20 Kinderautositzen und folglich auch mit 20 Vorschulkindern zur Jugendverkehrsschule nach Karlsruhe.

Die Polizisten Herr Roll und Herr Beckert erwarteten uns dort um 10:00 Uhr.
In einem relativ kleinen Unterrichtsraum wurden für 31 kleine und große Leute Stühle aufgestellt. Fast eine Stunde lang machte Herr Roll mit unseren Verkehrsschülern Unterricht - so richtig mit "Hand-Hochheben" wie in der Schule.

Anhand eines großen Plakates wurden viele Verkehrssituationen, die täglich auf dem Weg zur Schule vorkommen können, erarbeitet und besprochen. Die Kinder sollten Gefahren erkennen, Möglichkeiten zur Vermeidung von Unfällen suchen und dies den anwesenden Teilnehmern und vor allem Herrn Roll erklären. Sie sollten begründen, warum sie z.B. an der einen Stelle nicht die Straße überqueren würden und an einer anderen schon, oder warum sie gerade an diesem Tag einen anderen Weg zur Schule wählen müssen als gewöhnlich.

Herr Roll machte die Kinder darauf aufmerksam, einmal auf den Plakaten zu schauen, wie viele Erwachsene und Kinder nicht angeschnallt waren. Es war eindeutig die Mehrheit.

Dann wurde es für die Kinder spannend: Herr Roll machte mit seiner Puppe Anton, die ohnehin schon sehr demoliert aussah, einen Crash-Test.

Mit 10 km/h sauste der angeschnallte Anton im Gurtschlitten die "Schiefe Ebene" herunter. Es passierte nichts, er war ja angeschnallt. Beim zweiten Versuch war Anton zwar auch im Gurtschlitten, allerdings war er dieses Mal nicht angeschnallt. Bei 10 km/h warf es ihn aus dem Sitz und Anton prallte gegen die Wand: Kopfverletzung und Nasenbein verletzt......

Jetzt hatten sich alle eine Pause und das 2. Frühstück verdient!
Danach ging es zum Praktischen Teil. Die Kinder wurden in zwei Zehnergruppen eingeteilt. Auf dem Übungsgelände der Jugendverkehrsschule sollten die Kinder lernen, die Straße richtig zu überqueren:
1. am Bordstein stehen
2. nach links und rechts sehen
3. wenn frei ist, gehen.
Dies wurde zuerst ganz einfach an einer ganz normalen Straße, dann vor- bzw. hinter einem geparkten Auto, an der Fußgängerampel und schließlich am Zebrastreifen geübt.

Zum Schluss bekam jedes Vorschulkind noch eine Broschüre mit. Wie in der richtigen Schule ist darin eine Hausaufgabe, die sie zuhause erledigen sollten.

Kindern, Eltern und Erzieherinnen hat dieser Vormittag gut gefallen und alle haben etwas dazugelernt.