Projekttage 2009

In der Zeit vom 20.04. bis 04.05. waren bei uns in altershomogenen Gruppen, wie sie sich auch einmal in der Woche an einem Tag zur musikalischen Früherziehung treffen, Projekttage angesagt.

Beim Besuch im Zahlenland erfuhren die 21 Maxis spielerisch wie in jedem Jahr die Zahlen von 1-10. Täglich lernten sie eine neue Zahl kennen und in vielfältiger Form damit zu gestalten. So begann unser Morgen zunächst mit einer Begrüßung, dem Lied: "Hey, Hello, Bonjour, Guten Tag - Welcome, Welcome…" …dieses Lied kannten die Kinder schon und viele erinnerten sich noch, dass Herr Fox vom Badischen Sängerbund es mit uns gesungen hatte. Klatschen, fröhliches Marschieren im Raum begleitete uns auch zum täglichen Ritual, dem nächsten Lied: "Kinder nehmt Euch an die Hand, wir wandern jetzt ins Zahlenland…" Die Geschichten entführten die Kinder nun in die große Landschaft der Zahlen. Da gibt es Berge, Täler, Flüsse und Seen, das Meer und den Strand. Fast so wie im richtigen Leben. Auf jedem Gärt-chen steht ein Haus und jedes Mal verbinden die Kinder ihre persönlichen Eindrücke mit der Zahl, die dort wohnt. Nach dem gemeinsamen Frühstück, endlich, wurde die Zahlenstraße betreten. Schritt für Schritt gin-gen die Kinder von 0-10. Bis sie am Ende an der Tür das richtige Klopfzeichen abgaben , um ins Zah-lenland einzutreten. Dort angekommen richteten wir in Kleingruppen die Zahlengärtchen ein ,und suchten nach Gegen-ständen, die wir den Zahlen zuordnen konnten, hörten Geschichten, Reime, Rätsel und spielten die Zahl in vielen Variationen. In unserem Abschlussritual wurde jeden Tag die neue Zahl angemalt mit der entsprechenden Anzahl an Farben. Dann war die Zeit um, wir verließen rückwärts zählend das Zahlenland und sangen zur gleichen Melodie wie am Anfang unser Lied vom Zahlenland…

Unsere 20 Midis, das sind die Vorschulkinder 2009/10, erlebten die 10 Projekttage im Wald. Sie woll-ten mehr Wissen über Tiere in unserem Wald erwerben. Das größte Interesse galt dem Fuchs, gefolgt vom Eichhörnchen. In der 1. Woche konnten wir entdecken, dass Füchse zu den bekanntesten Wildhundarten gehören und erfuhren etwas über ihre Lebensgewohnheiten, Merkmale, Alter, Fortpflanzung, Größe, Arten und Ernährung. Als Frau Jandry von der Initiative "Lernort Natur" vom Deutschen Jagdschutzverband uns am Donnerstag besuchte, staunte sie, wie viele Fragen wir ihr schon richtig beantworten konnten und mit welchem Interesse wir ihre mitgebrachten Gegenstände (Fuchsfell, -pfoten, ausgestopften Fuchs) wahrnehmen und uns damit auseinandersetzen konnten. Sehr spannend wurde es, als Bernd Hauth, Jagdpächter in Staffort, uns zu einem echten Fuchsbau führte und sein Jagdhund Anka am Eingang der Röhre stehen blieb und ganz aufgeregt mit den Vor-derfüßen scharrte. Das bedeutete, dass der Fuchs sich im Bau befand. In der 2. Woche war uns alles schon sehr viel vertrauter: Der Weg, die Entenfamilie beim Baggersee, die Jagdhütte und natürlich unser Treffpunkt, "der Fuchsbau". Wir staunten, wie weit Eichhörnchen springen können, wo sie wohnen, wie sie sich fortpflanzen, wozu sie ihren Schwanz brauchen, wie alt sie werden können und was sie alles fressen. Alle Kinder zeigten großes Interesse, und wollten ihre Umwelt erforschen. Sie entdeckten dabei viele Pflanzen und Tiere und konnten sich so ihre Welt aktiv erschließen.

Während die sich Maxis jeden Tag im Zahlenland trafen und die Midis im Wald waren, haben die 22 Minis sich mit den Farben des Frühlings befasst. In der musikalischen Einheit lernten sie zu Beginn das Spiellied:
Rot, rot, rot ist mein Tüchlein hier
Und wer ein rotes Tüchlein hat der kommt zu mir.
Alles einsteigen bitte.
Ein roter Omnibus fährt einmal rund ums Haus
Und ist er vorne angelangt dann steigen alle aus.
Sie lernten ein Begrüßungslied: "Wir stehen im Kreis, ja das sind wir! Nun seht euch einmal um: Wer ist denn hier? Yannick ist hier, und Julian ist hier, und Johanna ist hier, und Moritz ist hier, und alle miteinander, das sind wir." Bei der Bilderbuchbetrachtung: "Matz, Fratz und Lisettchen im Blütenbaum" erfuhren die Kinder schon allerhand über den Frühling Weiter ging es mit Bewegung -Sport und Spiel in der Turnhalle. Mit Tüchern in den Farben Rot, Gelb und Blau zu dem Lied von den Farben. Außerdem liefen, hüpften oder gingen wir zum Schlag der Trommel zwischen roten, gelben und blauen Bierdeckeln, die wir zuvor im Kindergarten angemalt hatten. Wir mussten sie nach Farben sortiert einsammeln und wieder verteilen. Ein neues Fingerspiel von der Knospe begleitete uns die ganze Woche, ebenso das Farbenlied und das Bilderbuch.

Das Malen von bunten Bildern mit Zuckerkreide in Rot, Gelb und Blau auf schwarzes Tonpapier war eine ganz neue Erfahrung. Bei einem Gespräch im Stuhlkreis erzählten wir wo im Frühling überall Farben zu sehen sind, da gibt es rote, lila, rosa und gelbe Tulpen im Garten, den weißen und lila Flieder hatten auch schon einige entdeckt, ebenso gehört der blaue Himmel und die gelbe Sonne dazu. Aber auch das frische grüne Gras oder die kleinen weiß -gelben Gänseblümchen und die gelben Osterglocken sind nicht zu über-sehen. Bis zum Montag sollten die Kinder schauen wo sie sonst noch( zu Hause, auf dem Spielplatz, etc.) den Frühling mit seinen Farben entdecken können. Wir lernten die erste Strophe des Liedes: "Heraus, heraus ihr Blümelein, ihr roten, gelben, weißen. Lasst euch zur schönen Frühlingszeit von uns willkommen heißen!"

Dann war wieder etwas Kreatives angesagt. Mit den Farben Rot, Gelb und Blau wurden mit der sog. Klapptechnik Schmetterlinge aufs Papier gezaubert. Vor allem aber waren wir jeden Tag im Garten und haben das herrlich warme Frühlingswetter genossen. Wir konnten im Sand spielen, Dreirad fahren, Ball spielen, schaukeln und Vieles mehr.

Wir starteten in die zweite Woche und es war deutlich zu spüren, dass es den Kindern leichter fiel in die Mini-Gruppe zu kommen, als zu Beginn der ersten Woche. Wir hörten die Geschichte "Die zerstörten Blütenzweige". In dieser Geschichte entdecken zwei Kindergartenkinder auf dem Weg zum Kindergarten an einer Gartenmauer einen wunderschönen Strauch mit blühenden Forsythien. Auf dem Nachhauseweg bemerken sie, dass jemand alle Blüten abgerissen und am Boden zertrampelt hat. Nur noch die kahlen Äste sind stehen geblieben. Um der alten Frau, der der Garten gehört eine Freude zu machen, malen die Kinder eine großes Bild mit Forsythienzweigen und stellen es auch als Mahnung an der Gartenmauer auf. Uns Erzieherinnen ist es immer ein Anliegen die Kinder zu motivieren sorgfältig mit der Natur umzugehen und dazu eignete sich diese Geschichte sehr gut. Auch in dieser Woche konnten wir wieder die Turnhalle nutzen und bauten einen Bewegungsparcour auf. Mit viel Spaß, Energie und Kraftaufwand kletterten und rutschten die Kinder auf der großen "Mattenrutsche". Ein weiters Bilderbuch zum Thema "Farben" erzählt die Geschichte vom kleinen Blau und vom kleinen Gelb. Die beiden sind beste Freunde und haben entdeckt, was passiert wenn Blau und Gelb sich umarmen - es entsteht eine neue Farbe - das Grün. Diese nette kleine Geschichte hat die Kinder schwer beeindruckt. Nun hatten wir die vierte Farbe, die wir für unser kreatives Angebot brauchten. Jedes Kind durfte sich ein eigenes Farbenspielbrett und die dazugehörenden farbigen Kugeln zu bemalen. Das war eine kleine Herausforderung für manches Kind, denn es brauchte schon Ausdauer einen Eierkarton und vier Wattekugeln selbst zu bemalen. Jedoch der Aufwand hat sich gelohnt! Am Montag im Stuhlkeis probierten wir unser Spiel aus und stellten fest, dass Geschick und ein bisschen Glück dazu gehört die rote Kugel in das rote Feld, die blaue in das Blaue Feld usw. zutreffen. Auf jeden Fall machte es Spass und die Kinder freuten sich ihr eigenes Werk mit nach Hause nehmen zu können.

So können alle Kinder auf zwei erlebnisreiche Wochen zurückschauen, in denen sie viel Neues erfah-ren und gelernt haben, was auch für jedes Kind in einem Ordner festgehalten wurde.

Das Erzieherteam